Kolofon für Violine
Kolophonium erzeugt auf den Bogenhaaren die Reibung, die nötig ist, um die Saite zum Klingen zu bringen. Härte und Haftung verändern sich je nach Rezeptur und Temperatur, deshalb funktioniert dasselbe Kolophonium im trockenen Winter möglicherweise nicht genauso wie im feuchten Sommer. Für die Geige wird gewöhnlich eine härtere Sorte als für den Kontrabass gewählt; wichtiger als die Farbe ist ein sauberer Ansatz ohne übermäßige Staubentwicklung.
Härtere oder weichere Mischung
Härteres Kolophonium trägt eine dünnere Schicht auf und kann sich für eine warme Umgebung oder eine klare Ansprache eignen. Weicheres Kolophonium haftet stärker, verschmutzt bei übermäßiger Anwendung jedoch Saiten und Lack. Achte bei empfindlicher Haut auf die Zusammensetzung und begrenze den Kontakt mit dem Staub.
Trage weniger, dafür gleichmäßig auf
Neue Bogenhaare benötigen anfangs mehr Striche, bei einem regelmäßig verwendeten Bogen genügt kurzes Nachtragen. Wenn bei jedem Bogenstrich eine Staubwolke entsteht, wurde zu viel Kolophonium aufgetragen. Halte den Block oder die Scheibe an der Verpackung fest, damit Fingerfett die Oberfläche nicht verklebt.
Entferne Rückstände nach jedem Spielen
Wische den Staub mit einem trockenen, weichen Tuch von den Saiten und der Oberfläche der Geige. Reibe eine abgelagerte Schicht auf dem Lack nicht mit einem Haushaltslösungsmittel ab; wende dich an einen Geigenbauer. Schütze rissiges Kolophonium mit einem festen Etui und lass es nicht in der Sonne liegen.
Wähle die Härte passend zum Instrument und zur Umgebung, trage das Kolophonium sparsam auf und wische den Staub direkt nach dem Spielen vom Lack.
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