Drums zu Hause aufnehmen: die komplette Anleitung | studio lab
Du hast nicht so viele Mikrofone, wie dein Interface Eingänge hat. Im Proberaum habt ihr die Drums mit ein paar Mikrofonen aufgenommen und am Montagmorgen klingt das Projekt einfach traurig. In drei studio lab Folgen geht Jakub Hríbik von Pulp Studio genau das von vorne durch: Aufnahme mit einem Mikrofon, den Sound im DAW fertig machen, Drums in MIDI wandeln und am Ende den Multitrack auf das Grid editieren.
Drei studio lab Folgen über Drums an einem Ort
Drums zu Hause aufzunehmen ist die schwerste Disziplin im Home Recording. Du brauchst die meisten Mikrofone, den meisten Platz und die meiste Geduld. Deshalb hat studio lab dem Thema drei Folgen gewidmet und wir fassen sie hier zusammen. Die erste bringt dir bei, das ganze Set mit einem Mikrofon aufzunehmen. Die zweite zeigt, wie du aus so einer Aufnahme das Maximum holst und sie bei Bedarf komplett in MIDI wandelst. Die dritte behandelt das Editing von Drums, die mit mehreren Mikrofonen aufgenommen wurden. Der Text folgt genau den Videos.
Wie nimmst du Drums zu Hause auf?
Stell ein dynamisches Mikrofon in Crash-Höhe so auf, dass es auf die Mitte der Bassdrum zeigt, stimme das Set so, dass es im Raum selbst gut klingt, und drück erst dann auf Record. Probier das Set näher an eine Ecke oder weiter davon weg zu stellen, denn die Position im Raum verändert das Ausklingen der Bassdrum mehr als jedes Mikrofon. Wenn der Take steht, dupliziere ihn im DAW und nutze die zweite Spur nur für den Tiefbass. So bekommst du aus einem einzigen Mikrofon einen Sound, der einer Multimikrofon-Aufnahme nahekommt.
Die komplette Liste dessen, was du brauchst, steht im Artikel wie du dir ein Homestudio einrichtest. Für Drums genügen ein Audiointerface, ein dynamisches Mikrofon, Studiokopfhörer und ein gestimmtes akustisches Schlagzeug.
Ein Mikrofon, das das ganze Set schafft
Die Zeiten sind unsicher, alles wird teurer und ein normaler Haushalt hat nicht einmal so viele Mikrofone, wie ein Interface Eingänge hat. Genau da setzt die erste Folge an.
Jakub hat das Shure SM7B benutzt und es bewusst gewählt, denn wenn du dir ein solches Mikrofon kaufst, nimmst du damit Gesang, Gitarren, ein Bass-Combo, Akustikgitarre und Drums auf. Es gibt drei Gründe. Es ist Nierencharakteristik, nimmt also von vorne auf, und das ist bei Drums entscheidend, weil du in einem Raum aufnimmst, der akustisch nicht optimiert ist, und alle frühen Reflexionen unerwünscht sind. Dass das Mikro nur ins Set hineinschaut, ist ein Vorteil. Es ist dynamisch, verträgt also hohen Schalldruck und du kannst wirklich hart spielen, von Swing bis zum Death-Metal-Demo. Und drittens: prüfe, ob hinten der Highpass-Filter ausgeschaltet ist. Er beschneidet den Bass und das willst du bei Drums auf keinen Fall. Die Unterschiede zwischen den Typen erklärt der Artikel Kondensator- vs. dynamisches Mikrofon und die konkreten Shure-Modelle vergleichen wir in SM58 vs SM57 vs SM7B. Wenn du später Overheads ergänzen willst, brauchst du Kondensatormikrofone, die ganze Kategorie findest du bei Mikrofonen für Drums und Percussion.
Wohin mit diesem Mikrofon
Die Position ist einfach. Das Mikrofon steht etwa auf Crash-Höhe und schaut auf die Mitte der Bassdrum. Das ist alles. Mit einem Mikrofon brauchst du nichts Aufwendigeres.
Wichtiger ist der Raum. Je weiter Set oder Bassdrum in der Ecke stehen, desto stärker wirkt das Bass Loading, der Tiefbass sammelt sich also in der Ecke. Das lässt sich zugunsten der Drums nutzen. Wenn es dir übertrieben vorkommt, stell das Set an eine andere Stelle im Raum. Bei langsamen Songs ist ein langes Ausklingen der Bassdrum im Tiefbass super. Wenn du schnellere Sachen spielst, Punkrock und ähnliches, musst du die Stelle finden, an der die Bassdrum kurz klingt und nicht der ganze Raum dröhnt, damit die Artikulation nicht verloren geht. Das löst du durch Umstellen des Sets, nicht mit Plugins.


Alles beginnt am Set
Es beginnt definitiv beim Drummer. Das Stimmen des Sets ist die Grundlage und das Instrument muss im Raum super klingen. Jakub sagt es deutlich: wenn ihm nicht gefällt, wie es klingt, während er spielt, fängt er gar nicht mit dem Aufnehmen an. Er denkt nicht darüber nach, welches Mikrofon oder wie es im Rechner klingt. Er denkt darüber nach, ob es im Raum hörbar gut klingt.
Dazu gehören die Kleinigkeiten am Set. Auf der Snare lagen in dieser Folge bewusst Dämpfer, weil der aufgenommene Take weicher gehalten war und die Snare nicht klingeln sollte. Ledernde Snare-Dämpfer verkürzen das Ausklingen und zähmen die Obertöne, wenn die Snare höher gestimmt ist. Wenn dir die Snare in einem kahlen Raum mit vielen frühen Reflexionsflächen trotzdem zu scharf vorkommt, leg ein Hemd oder ein Geschirrtuch darüber. Das ist ein DIY-Trick, der hilft, wenn die Höhen unangenehm werden. Überdenke auch Felle, Becken und ein Stimmgerät für Drums, denn dort holst du am meisten für am wenigsten Geld. Weiteres Dämpfmaterial findest du im Zubehör für Drums.

Wie du aus einem Mikrofon einen größeren Sound machst
Der erste Trick ist das Duplizieren der Spur. Kopiere den Take auf zwei Spuren und bearbeite jede anders.
Auf die untere Kopie legst du ein Gate mit einem Side Chain, der nur auf Frequenzen ab 80 Hz abwärts reagiert. Es öffnet also nur, wenn die Bassdrum kommt. Danach lässt du mit einem Low Pass von dieser Spur nur das Band übrig, in dem die Bassdrum im Tiefbass resoniert. In diesem konkreten Fall lag das bei rund 46 Hz und Jakub hat es bei 55 Hz gelassen. So machst du aus einer einzigen Aufnahme eine eigene Sub-Spur, die du sonst erst aus einem Mikrofon in der Bassdrum bekommen würdest.
Es gibt aber einen Haken. Wenn du zwei identische Quellen unterschiedlich entzerrst, entsteht eine Phasenverschiebung und zusammen klingt es nicht sofort gut. Verschiebe die obere Spur deshalb mit einem Delay um einige Samples nach rechts, bis sich der Tiefbass addiert. Bei Jakub waren es rund 282 Samples. Ohne diese Verschiebung wirkt der Sound hohler, mit ihr klingt es wie eine Spur und nicht wie zwei unterschiedlich bearbeitete Dateien, die zusammen laufen. Gate, EQ und Delay findest du in jedem DAW, einzeln bei Dynamics und EQ-Plugins.
Tape und Reamping über ein Gitarrencombo
Auf die obere Spur kannst du einen Tape-Simulator legen. In dieser Folge emuliert er die Röhrenbandmaschine Studer J37 und Jakub sagt ganz offen, dass das nicht nötig ist und er es auch mutet. Es schadet aber nicht, wegen der Sättigung und weil es die Höhen weicher macht. Dahinter sitzt ein EQ, der die Höhen nur leicht beschneidet und die oberen Mitten um 4.600 bis 5.000 Hz etwas zurücknimmt. Solche Werkzeuge findest du bei Saturation-Plugins.
Der zweite Trick ist Reamping und er gibt einer Ein-Mikrofon-Aufnahme Charakter und Tiefe. Der Ablauf ist präzise. Soloschalte den originalen, unbearbeiteten Take, wechsle auf Kopfhörer und schalte beide Studiomonitore aus. Das Kabel, das vom Line-Ausgang des Interfaces zum linken Monitor lief, ziehst du ab und steckst es in eine Reamp-Box, in diesem Fall Palmer PDI 09. Die Box passt die Impedanz des Signals so an, dass es für ein Gitarrencombo geeignet ist. Von der Reamp-Box gehst du mit einem Instrumentenkabel ins Combo. Das Combo hat seinen eigenen Charakter und seine Verzerrung und genau das willst du auf dieser Aufnahme haben. Nimm dann zwei Takes auf: einen mit dem Mikrofon direkt am Lautsprecher und einen mit dem Mikrofon weiter im Flur, während das Combo laut in den Raum spielt.
Wenn die Aufnahme nicht reicht: Drums in MIDI wandeln
Dein Handy ist voll von Grooves, die niemand weiterentwickelt, die Gitarristen mäkeln, der Sound sei nicht inspirierend oder die Bassdrum sei etwas schief. Genau darum geht es in Folge sieben.
Alle Wandlungsmethoden arbeiten mit Transientenerkennung. Ein Transient ist ein kurzer Ton mit großer Amplitude, der den Beginn einer Schallwelle markiert. Er muss nicht genau die Frequenz des folgenden Tons haben. Er markiert die schnellste, dominanteste Frequenz mit hoher Amplitude am Anfang der Waveform. Und weil Drums transientenreich sind und ausgeprägte Peaks haben, können Plugins daraus MIDI-Noten ausspucken, die du dann editierst und in einem Drum-Sampler abspielst.
Kostenlos geht das in jedem modernen DAW. Zieh den Clip von einer Audiospur auf eine MIDI-Spur, das Plugin fragt, um welche Art Material es sich handelt, und du wählst percussive statt melodisch. Du bekommst MIDI-Noten von jedem erkannten Transienten und dazu reichlich Chaos. Diese Methode kostet nichts, du musst aber manuell sortieren und in Spuren für Kick, Snare, Floor Tom und Hi-Hat trennen. Außerdem erfasst sie die Dynamik der Schläge kaum, die Velocities stellst du also von Hand ein.
Zwei Dinge sparen dir dabei Stunden. Erstens: stell die MIDI-Spuren auf sample based, nicht auf Ticks. Dann richten sich die Noten nach der Samplerate des Audios, in diesem Fall 48.000 Samples pro Sekunde, und ihre Position ist viel genauer als auf einem MIDI-Grid. Zweitens: kenne das Tempo. Diese Aufnahme lag bei 96 BPM und deshalb ließ sich sehen, ob die Noten auf den Zählzeiten sitzen. Wenn dein Drum-Take völlig random ist und du das Tempo nicht kennst, tappe es wenigstens ungefähr ein.
Der schnellere Weg ist ein dediziertes Plugin, in dieser Folge Sonnox Oxford Drum Gate. Ein normales Gate arbeitet nur über eine Lautstärkeschwelle, was bei einem komprimierten Drum-Loop nicht funktioniert, weil sich die Peaks von Kick und Snare nicht unterscheiden und das Gate keine Chance hat. Selbst mit dem Threshold unter der Snare erwischt es auch die Kicks. Oxford Drum Gate erkennt über die Grundfrequenzen, um welche Trommel es geht. Im Bereich match transients wählst du die Trommel, für dynamisches Spiel mit Ghost Notes nimmst du das Preset Save the Ghost Notes, stellst den Threshold so ein, dass du auch die leisesten Schläge hörst, drückst capture und ziehst das MIDI mit einem einfachen Drag and Drop heraus. Wurde eine Kick nicht erkannt, markierst du die Stelle, drückst learn unmatched und spielst den Abschnitt ab. Das Plugin lernt sie und erwischt sie danach. Die erfasste Dynamik ist viel exakter als bei der manuellen Wandlung.

Die Hi-Hat lässt sich am schlechtesten in MIDI wandeln
Match transients ist nicht für die Erkennung der Hi-Hat gebaut, dieser Teil ist also immer der aufwendigste. Du hilfst dir, indem du vor das Gate einen EQ legst, der wirklich nur auf die obersten Höhen beschnitten ist, und diese gefilterte Spur mit derselben Technik wandelst. Auch danach musst du manuell trennen, was Snare und was Hi-Hat ist, und Artikulationen wie eine offene Hi-Hat lassen sich so gar nicht extrahieren. Die Zeit, die du bei Kicks und Snares sparst, steckst du also in die Hi-Hat.
Es gibt auch eine sauberere Lösung. Nimm die Hi-Hat separat mit einem Mikrofon ab. Im Prinzip ist es egal, welches, Hauptsache es ist nah dran. Das Übersprechen der anderen Trommeln bleibt minimal und du baust die MIDI-Spur schneller und genauer. Wenn die Schläge erfasst sind, quantisiere am Ende noch alles, bei Jakub auf ein Sechzehntel-Grid, weil die Erkennung allein das Timing nicht perfekt trifft.
Multitrack: warum sich mehr Mikrofone besser editieren
Die dritte Folge beginnt mit einer Probe am Sonntag. Ihr habt die Drums mit ein paar Mikrofonen aufgenommen, der Drummer feiert sich im Bandchat und am Montagmorgen öffnest du das Projekt und es ist einfach traurig.
Das Grundset an Drum-Mikrofonen ist ein Mikrofon an der Snare und eines in der Bassdrum. Idealerweise kommen zwei Mikrofone an den Toms und ein Paar Overheads dazu, meist Kondensator-Stäbchenmikrofone über dem Set, die das ganze Set und vor allem die Becken aufnehmen. Der Vorteil ist klar. Du hast den direktesten Sound jeder Trommel mit dem geringsten Übersprechen, dadurch arbeitet die Transientenerkennung viel genauer und aus einem durchschnittlichen Take machst du ein anständiges Ergebnis.
Von Hand: tab to transient und Slip Edit
Fass zuerst alle Drum-Spuren in einer Gruppe zusammen, damit in allen gleichzeitig geschnitten wird. Dann gehst du Transient für Transient vor. In Pro Tools gibt es dafür die Funktion tab to transient, die zum frühesten Ton aus dem gesamten Mikrofonset springt. Wenn die Snare kommt, nimmt sie das nächstgelegene Mikrofon zuerst auf und die Funktion erfasst genau das. Im maximalen Zoom siehst du, dass der Transient dort beginnt, wo die Linie um etwa 45 Grad abknickt. Dort schneidest du. Hat dein DAW diese Funktion nicht, suche den Punkt manuell. Wichtig ist, dass der Schnitt in allen Spuren zur gleichen Zeit passiert. Du gehst nach den Hauptzählzeiten, also Kicks, Snares und Toms nach den Close-Mikrofonen.
Schalte ein Achtel-Grid ein, damit du siehst, wie weit die Schläge davon abweichen. Wechsle in den Grid-Modus und zieh die ganze Audiospalte auf das Grid. Manche Schläge sind früh, manche spät, damit du also den nächsten Block nicht überdeckst, nutze Slip Edit. In Pro Tools ist das Control und Minus, in anderen DAWs geht es ebenfalls. Jakub verschiebt bei Drums in Schritten von 3 bis 5 ms. Beim Verschieben entstehen Lücken im Audio, die füllst du mit der Funktion fill the gaps, die das fehlende Stück vom rechten Audio herüberzieht. Und leg auf jeden Schnitt eine Überblendung von 3 bis 5 ms, damit es nicht knackt und die Artefakte so kurz wie möglich bleiben.
Automatisch: Beat Detective in einem Fünftel der Zeit
Dasselbe geht deutlich schneller. Markiere aber niemals den ganzen Take, außer das Spiel ist sehr einfach. Nimm einen Block, den du im Kopf noch überblickst, und trenne ihn ab.
Der Ablauf hat vier Schritte. Erstelle zuerst eine Untergruppe der Close-Mikrofone, also Kick, Snare und Toms. Hast du Kick In und Kick Out, nimm das in die Gruppe, das den Schlag früher erfasst hat, also Kick In. Bei Jakubs Kick-Mikrofonen waren es sieben Samples, also nichts, zwischen Kick In und Kick Out kann es aber auch eine Millisekunde sein. Für Snare Top und Bottom gilt dieselbe Regel. Stelle dann im Modus clip separation die Sensitivität ein, bewährt hat sich irgendwo zwischen 35 und 40 %, ein Achtel-Grid und ein Trigger Pad von 5 ms. Das erzeugt ein Stück Audio vor dem Transienten, damit die Überblendung nicht genau auf dem Transienten landet und dir den Einschwingvorgang verwischt. Du drückst capture selection, prüfst, was markiert wurde, und fügst Marker bei Bedarf von Hand hinzu oder entfernst sie. Zum Schluss schaltest du die Gruppe mit allen Drum-Spuren ein, drückst separate, dann clip conform auf das Achtel-Grid und am Ende edit smoothing mit fill the gaps und Überblendungen.
Das Ergebnis klingt genauso wie die manuelle Version. Der Unterschied: was Jakub von Hand fünfzehn Minuten gekostet hat, war automatisch in einer Minute fertig. Voraussetzung ist ein ordentlicher Ausgangszustand. Je besser aufgenommen und je weniger Übersprechen in den Close-Mikrofonen, desto genauer erkennt das Programm die Transienten.

Wann du Drums nicht ausrichten solltest
Ob man Drums ausrichtet oder nicht, ist nicht unsere Frage. Die meisten Hörer von heute sind mit auf das Grid ausgerichteter Musik aufgewachsen, und auch gute moderne Rockaufnahmen werden ausgerichtet, damit sie denselben Impakt haben wie elektronische Musik. Das heißt aber nicht, dass alles ausgerichtet werden muss.
Die praktische Regel aus dem Video lautet so. Wenn die übrigen Schläge gut klingen und nur leicht vom Grid abweichen, ist genau das die Lebendigkeit, die du behalten willst. Ein Drummer zieht im Fill natürlich an und wenn es gut gespielt ist, lass es. Sorge nur dafür, dass die Kick direkt nach dem Fill wirklich auf der Eins auf dem Grid landet. Das Ohr wartet darauf und es wirkt immer als Ankerpunkt. Willst du den natürlichsten Feel behalten, richte kleinere Blöcke aus.
Kein komplettes Mikrofonset? Overheads plus Trigger
Auch mit zwei Mikrofonen geht es. Nutze zwei Mikrofone als Overheads, um das Bild von Drums und Becken aufzunehmen, und klemme Trigger an die einzelnen Trommeln, diese kleinen Klammern, die nur einen Basisimpuls liefern. Die Transienten der Trigger haben überhaupt keinen Klang, sie sind nur ein Impuls, aber genau das brauchst du zum Editieren. Danach editierst du daraus einen erstklassigen Take und ersetzt diese Impulse im Drum-Sampler durch echte Drumsounds. Die Close-Sounds stimmst du im Sampler auf die Overheads ab, damit alles zusammenpasst.

Häufige Fragen zum Aufnehmen von Drums zu Hause
Kann man Drums mit einem Mikrofon aufnehmen?
Ja. Stell ein dynamisches Mikrofon in Crash-Höhe so auf, dass es auf die Mitte der Bassdrum zeigt, und stimme das Set. Im studio lab kam dafür das Shure SM7B zum Einsatz, weil es Nierencharakteristik hat, hohen Schalldruck verträgt und du dasselbe Mikro danach auch für Gesang und Gitarren nutzt.
Welches Mikrofon ist das beste für Drums?
Für ein einzelnes Mikrofon suchst du ein dynamisches Modell mit Nierencharakteristik, das hohen Druck verträgt. In der Bassdrum kommen dedizierte Modelle wie das Shure Beta 52A zum Einsatz, für Overheads Kondensatormikrofone. Die ganze Kategorie findest du bei Mikrofonen für Drums und Percussion, und welcher Typ wofür passt, erklärt der Artikel Kondensator- vs. dynamisches Mikrofon.
Warum klingen meine Drums zu Hause hohl und ohne Bass?
Meistens sind es der Raum und die Position des Sets, nicht das Mikrofon. Stell das Set näher an eine Ecke, damit Bass Loading greift, oder weiter weg, wenn die Bassdrum dröhnt. Ist schon aufgenommen, dupliziere die Spur, leg auf die Kopie ein Gate mit Side Chain unter 80 Hz und einen Low Pass um 50 Hz und verschiebe die obere Spur zeitlich, damit sich der Tiefbass addiert.
Wie wandelt man eine Drumaufnahme in MIDI?
Es funktioniert über Transientenerkennung. Kostenlos schafft es das Stock-Plugin in deinem DAW, wenn du den Audioclip auf eine MIDI-Spur ziehst und percussive wählst. Genauer und schneller geht es mit einem dedizierten Plugin wie Sonnox Oxford Drum Gate, das die Trommeln anhand ihrer Grundfrequenzen unterscheidet und auch Ghost Notes erfasst.
Wie viele Mikrofone brauche ich für Drums?
Die Basis ist ein Mikrofon an der Snare und eines in der Bassdrum. Das ideale Setup ergänzt zwei Mikrofone an den Toms und ein Paar Overheads. Hast du nur zwei Mikrofone, nutze sie als Overheads und setze Trigger auf die einzelnen Trommeln.
Sollen Drums auf das Grid ausgerichtet werden?
Das hängt vom Genre und von deinem Geschmack ab. Moderne Rockaufnahmen werden ausgerichtet, damit sie so hart treffen wie elektronische Musik. Die kleinen Abweichungen der übrigen Schläge lass aber stehen, das ist die Lebendigkeit. Wichtig ist, dass die Kick nach einem Fill auf der Eins landet.
Wähle deine Ausrüstung für Drumaufnahmen
Drums nimmst du zu Hause auch mit einem einzigen Mikrofon und einem gestimmten Set auf. Alles andere ist nur noch Geduld beim Editieren. Sieh dir Mikrofone für Drums und Percussion, dynamische und Kondensatormikrofone, Audiointerfaces, Studiokopfhörer und Studiomonitore an. Am Set selbst helfen neue Felle, Becken, ein Stimmgerät für Drums und Zubehör für Drums. Wenn du dein erstes DAW wählst, hilft dir FL Studio vs. Ableton, und weitere studio lab Folgen findest du in wie du zu Hause klaren Gesang aufnimmst, wie du tiefergestimmte Gitarren aufnimmst und wie du Gitarreneffekte im DAW beherrschst.